Ausstellung „Ikarus landet” mit Bildern und Gedanken von Frank-Ole Haake
Informationen
Beschreibung
Ikaros landet, er wollte nicht sterben, doch grundsätzlich ist es für Menschen unmöglich zu fliegen. Ikaros lernte fliegen und segelte sogar mit dem Albatros um die Wette. Dann landet er auf Mutter Erde und findet seine Frau. Sie gründen eine Familie. Sein Sohn beobachtet fasziniert die Schwalben, die an die Wand fliegen und gemeinsam Nester bauen. Er fragt seinen Vater: „Warum können Vögel fliegen und wir nicht?“ Da baut Ikaros wieder Flügel für seine Familie.
Ikaros landet. Er betritt das Reich der Mutter, er will seinen Platz finden und gestalten. Das ist nicht selbstverständlich in unserer Kultur, in der Frauen die Erziehung von Kindern innehaben. Bis ein Jungen einem Mann begegnet, zu dem er eine Beziehung aufbauen kann, dauert es manchmal viele Jahre. Die Jungen sammeln sich ihre Puzzleteile „Mann“ zusammen. Auch viele Väter, die in den Familien leben, sind für die Kinder im Alltag nicht erlebbar. Und Alltag ist nicht grau, sondern die Zeit, in der Kinder Leben leben lernen. Diese fehlenden Väter und Männer fehlen auch den Mädchen als Gegenüber.
Landen bedeutet auch, sich später von den Müttern zu lösen, den eigenen Weg zu gehen, Selbstverantwortung und Selbstliebe zu lernen. Laut Statistik leben 30% aller ledigen Männer, die älter sind als 27 Jahre, noch bei ihren oft alleinerziehenden Müttern. Nach meiner Beobachtung leben auch 30% aller in Beziehung lebenden Männer noch in einer abhängigen Beziehung zu ihren Müttern … So entstehen Dramen und Leid.
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