Beschreibung

Das Projekt „Was uns verbindet, ist die Sehnsucht nach Licht“ ist ein künstlerisches Erzähl- und Figurentheaterprojekt, das sich auf eine Spurensuche nach jüdischem Leben in Sachsen begibt und dieses in einen größeren kulturellen Zusammenhang stellt. Ausgangspunkt ist das Erzgebirge, eine Region, die seit Jahrhunderten von vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägt ist und in der sich religiöse, historische und alltägliche Traditionen auf besondere Weise überlagern. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu verwischen oder Religionen zu vereinen, sondern sie in ihrer Eigenständigkeit sichtbar zu machen und in ein respektvolles Nebeneinander zu stellen.

Im Zentrum steht das Bild des Lichts, das in unterschiedlichen Formen und Richtungen erscheint. Das Projekt beginnt mit drei Lichtgestalten: dem Engel, der das Licht aus der Höhe bringt und für das Himmlische und Transzendente steht; dem Bergmann, der das Licht aus der Tiefe trägt und für Arbeit, Erde und Dunkelheit steht; und dem sogenannten Lichtertürken, einer Figur des Erzgebirges, die das Licht aus der Ferne verkörpert und an kulturelle Begegnungen, Fremdheit und Austausch erinnert. Diese drei Figuren stehen bewusst nebeneinander und eröffnen ein Spannungsfeld unterschiedlicher Vorstellungen von Licht, Herkunft und Weltdeutung. Eingerahmt wird diese Erzählung durch das traditionelle Steigerlied, das tief im Erzgebirge verwurzelt ist und die Sehnsucht nach Licht, Orientierung und Hoffnung ausdrückt.

Es bildet den atmosphärischen Ausgangspunkt der künstlerischen Spurensuche. In seiner Arbeit versteht sich Swen Kaatz als Geschichtenschnitzer und Lichtsucher, der nach sogenannten „göttlichen Funken“ sucht  nach Momenten und Erzählungen, in denen sich Verbindungen zeigen, ohne Unterschiede aufzulösen. Diese Suche ist offen und entwickelt sich im Dialog mit Menschen, durch Gespräche, Begegnungen sowie historische und kulturelle Recherche. Die gefundenen Geschichten werden in Form von Objekt- und Figurentheater sowie gesprochener Erzählung künstlerisch verdichtet und weitergegeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem jüdischen Leben in Sachsen, das sich nicht nur in historischen Quellen zeigt, sondern auch in kulturellen Spuren des Alltags, in Sprache, Handel und Traditionen.

Auch Einflüsse in regionalen Fest- und Backtraditionen sowie sprachliche und humorvolle Übergänge zwischen Kulturen werden sichtbar gemacht. Der Lichtertürke steht dabei exemplarisch für die frühe kulturelle Begegnung mit dem Orient zurzeit Augusts des Starken und verweist auf eine lange Geschichte kultureller Wahrnehmung und Inspiration. Zum Abschluss steht die Geschichte von Abraham im Zentrum, wie sie in jüdischen und islamischen Überlieferungen erzählt wird, mit der Suche nach dem einen Licht hinter Sonne, Mond und Sternen – nach einer Wirklichkeit, die alles durchdringt und zugleich unsichtbar bleibt.

Diese Geschichte ist keine verbindende Lehre, sondern eine gemeinsame Frage.

Das Projekt richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ist als Familienprogramm
konzipiert. 

Spende

#Kunst#Theater

Leitung

Geschichtenschnitzer Swen Kaatz

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Anbieter

Luisenhof – Lebensort mit heilsamen Impulsen für Menschen, Tiere, Pflanzen und Erde · HofCafé, Solidarische Landwirtschaft (CSA) · Waldenburger Straße 33, 09337 Langenchursdorf · Tel. 037608 36565 · www.luisenhof-gemeinschaft.de

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