Effektive Mikroorganismen (Teil 2)

von Heidemarie Wagner ⋅ 25.02.2021 ⋅ Aktuelles, Effektive Mikroorganismen, EM

Heidemarie Wagner nimmt uns mit auf eine spannende Reise zu den kleinsten Lebewesen auf unserer Erde – den Mikroorganismen.

Zum Teil 1
Mikroorganismen – Freund oder Feind (Teil 1)

Ich hoffe, Ihr habt das richtig verstanden, wie das Dominanzprinzip bei Mikroorganismen wirkt. Nochmals kurz: Es gibt Mikroorganismen, die nur abbauen oder nur aufbauen können. Ihr Anteil in der Natur beträgt im Verhältnis zur Gesamtmasse der Mikroorganismen zusammengenommen nicht mal 10%. Die übrigen etwas mehr als  90 % der Mikroorganismen sind sogenannte „Mitläufer“, die sich entweder den abbauenden oder den aufbauenden Mikroorganismen anschließen. Entscheidend ist das vorherrschende Milieu, in dem sich die Mitläufer befinden.

Da kommt zwangsläufig der Gedanke auf, ob sich das Prinzip zur Steuerung von Vorgängen nutzen kann.  Ja, das geschieht  schon seit Jahrtausenden, aber wir sind uns dessen wohl nicht so bewusst, wenn wir  Brot, Joghurt, Käse, Bier, Wein und viele fermentierte Produkte  zu uns nehmen.  Auch schlecht Werdendes, Fauliges, Stinkiges, Krankes  erleben wir regelmäßig ohne uns weitere Gedanken zu machen, warum das geschieht. Das Dominanzprinzip wirkt im vollen Umfang und die Natur strebt von sich aus immer einen Ausgleich an.

Die Effektiven Mikroorganismen (EM)  sind eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit zur Milieusteuerung vor allem dann, wenn sich ein Milieu unterhalb des Mittelwertes in der Natur befindet. Sie wirken überall, wo man sie zielgerichtet in ausreichender Menge und in ausreichenderer Dauer einsetzt – vorbeugend und was uns vielleicht noch mehr  interessiert  - zur Heilung des Milieus.

1982 hat der japanischer Agrarprofessor Teruo Higa nach Möglichkeiten gesucht, auf natürlichem Weg mehr und gesundes Obst, Gemüse und Feldfrüchte zu produzieren und von den damals umfangreich eingesetzten Pflanzenschutzmittel n wegzukommen. Er arbeitete mit den verschiedensten Mikroorganismen wie Bakterien und  Pilzen, die er aus intakten Böden isolierte und untersuchte. Durch einen glücklichen Zufall kam er auf eine Mischung, die stabil blieb und eine aufbauende Wirkung zeigte. Diese  Mischung nannte er „Effektive Mikroorganismen“ und besteht aus verschiedenen Stämmen von Milchsäurebakterien,  Fotosynthesebakterien  und Hefen. Sie leben in Symbiose miteinander und sind dadurch als EM-Lösung sehr stabil.

Prof. Higa  hat die  Zusammensetzung  der Lösung  in den Folgejahren optimiert und so ein Mittel geschaffen, das die Landwirtschaft  und alles, was mit Boden, Pflanzen, Wasser, Luft zusammenhängt, tatsächlich preiswert und biologisch revolutionieren kann, wenn man es nur will. EM unterstützt die die natürlichen Vorgänge, unterdrückt die pathogenen (also abbauenden) Mikroorganismen und hilft dadurch die natürliche Mikroflora  zu regenerieren. In Verbindung mit organischen Materialien stellen die EM wertvolle Stoffe her:  Vitamine, Antioxidantien, organische Säuren, auch mineralische Chelatverbindungen, alles Dinge, die wichtig  für das Leben sind.

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass nicht nur der Boden, Gewässer und Seen, Pflanzen und Tiere  genesen können, sondern es fanden sich  schnell  viele andere Einsatzgebiete  für die EM, die ich nach und nach vorstellen möchte. Aus der Urtinktur heraus entstanden 3  Gruppen von  Produkten für verschiedenste Anwendungen:

  • Die Gruppe mit lebenden EM
  • Die Gruppe, die nur Stoffwechselprodukte der EM enthalten
  • Die EM-Keramik

Sie werden entweder einzeln oder kombiniert miteinander oder kombiniert mit anderen  Stoffen verwendet wie z.B. homöopathische Mittel, Edelsteine und Mineralien wie Zeolith und Bentonit, Kalk, usw. 
Noch ein wichtiges Wort.

EM sind kein Heilmittel oder auch Dünger für Pflanzen. Sie unterstützen aber ablaufende Prozesse in aufbauender Weise auf natürliche Art.  Beseitigt oder vermindert man die Ursachen für einen abbauenden Prozess nicht, so können u. U. auch die EM nichts mehr ausrichten oder es entstehen auch für den EM-Einsatz höhere Kosten, z. B.  beseitige ich Baufehler nicht, können auf die Dauer die EM keinen Schimmel verhindern. Bei schwersten Erkrankungen wie z-B. Krebs können EM diesen nicht aufhalten, aber  sie können die Zeit bis zum Ableben lebenswerter gestalten mit weniger Nebenwirkungen durch Chemo oder Bestrahlung. Doch dazu später.
Mein nächster Beitrag wird sich vor allem um das derzeit alles beherrschende Thema  drehen. Bleiben Sie schön neugierig. Und wenn Sie fragen haben, schreiben Sie mir oder rufen mich an.


Kontakt: Heidemarie Wagner
Leiterin des Stammtischs für Effektive Mikroorganismen Chemnitz
Robert-Siewert-Str. 20, 09122 Chemnitz
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