Selbst gepflanzte Samen – Karma
von Alexandra Gärtner
Erschienen im MITEINANDERSEIN 113 (Juni bis August 2026)

Karma, inzwischen weithin bekannt als das „Gesetz von Ursache und Wirkung“, besagt nichts anderes, als dass alles, was ich in meinem Leben erlebe, aus Samen entsteht, die ich irgendwann ausgesät habe. Die Konsequenz dieser universellen Gesetzmäßigkeit durchdringt alles: das eigene Leben, wie jenes der Menschheit und Mutter Erde. Dies bedeutet, dass manche Ursache, welche wir ins Leben gebracht haben, nicht nur unser eigenes Leben bestimmt, sondern darüber hinausreicht. Eine Weisheit besagt: „Der Flügelschlag eines Schmetterlings erzeugt einen Sandsturm.“ Mit dieser Denk- und Lebensweise sind wir in unserer Kultur nicht sehr vertraut, wenngleich in den letzten Jahrzehnten die fernöstlichen Lehren weite Kreise gezogen haben. Häufig beziehen wir jenes Gesetz vorwiegend auf unsere Handlungen und noch wenig auf unsere Gedanken und Gefühle. Diese auch als eine Form von Handlung zu sehen, ist für uns Europäer vielleicht erst einmal fremd: „Du erntest, was du säst“ bezieht sich folglich auf viel mehr als nur sicht- und greifbare Taten. Vielleicht klingt da erst einmal die Schattenseite, Schmerz und Leid durch, doch gilt dies genauso für unsere lichtvolle Natur und das Wunder unseres Lebens. Es ist somit nicht nur ein neidvoller Gedanke und das dazugehörige Gefühl ein Feld der Ursache, sondern auch Dein liebevoller Wunsch für einen anderen.
Karma als ein energetisches Konto verstehen zu lernen, auf dem wir Mangel und Fülle kreieren können, schenkt uns auch die Möglichkeit, unsere Kraft zu erkennen. Um tatsächlich in die Fülle zu gelangen, gute Samen säen zu können, müssen wir unsere weniger guten Samen kennen. Wir kennen alle folgendes Phänomen: Du willst etwas verändern und zu Beginn läuft es super (die „Kraft des Anfangs“ wirkt). Doch nach einiger Zeit verblasst es wieder und du findest dich in der alten Schleife. Da gibt es also etwas in uns, was die wirkliche Veränderung nicht zulässt. Meist sind es jene Samen des Leids, der Schatten, ein innerer Anteil, welcher der Aufmerksamkeit bedarf. Wir müssen folglich erst das Zimmer leerräumen, bevor wir es renovieren und neu einrichten können. So bedarf es der Rückkehr zu uns selbst, um so die schlechten Samen zum Aufgeben zu zwingen, bevor sie weiter anwachsen und uns das Leben unnötig leidvoll machen. Dies heißt, unsere Hände werden schmutzig, doch dann haben wir uns einen Raum in unserem Inneren erschlossen, welcher an Schönheit nicht zu toppen ist.
Deine Liebeserklärung an dich selbst – eine 21-Tage-Reise
Ich begleite dich 21 Tage per E-Mail: Du erhältst wertvolle Informationen zum Nervensystem, Übungen, Fragen zur Selbstreflexion, um deine Samen zu erkennen und ein größeres Verständnis für dich und dein Leben zu erlangen.
Anbieter
Alexandra Gärtner · Herzschamanin · Traumabegleitung, Yoga, Massagen · Einzeltermine, Seminare, wöchentliche Kurse, Frauengruppen · Am Wasserwerk 8, 01796 Pirna · Tel. 0179 9721718 · www.Herzschamanin.net