Der Pfad zurück nach vorn
von Lars Köhne
Erschienen im MITEINANDERSEIN 108 (März bis Mai 2025)

Es darf gut werden
Als ich die Fülle suchte, fand ich Lärm. Als der Lärm verklungen war, hatte ich Wunden. Als die Wunden geheilt waren, erblickte ich Narben auf meiner Seele. Als meine Seele von Narben bedeckt war, hörte mein Herz auf zu fühlen. Um etwas zu bemerken, wurde ich selbst zum Lärm. Als mir die Stimme versagte, hörte ich sie lachen.
Ihre Freude über einen weiteren gestrandeten Menschensohn, den die Verzweiflung töten würde, war unermesslich. Mein Scheitern war ihr goldener Nektar. Meine Angst davor ihr gefallenes Himmelreich.
Als der letzte Atem drohte, wurde eines mir gewahr: Wenn ich mich so schlecht fühlte, wenn ich es nicht tue, dann ist es nun an der Zeit, es zu tun. Das war die Sekunde, in der sie verstummten und mir den Weg frei machten, der seit Jahrtausenden bestimmt war. Seit diesem Tag bin ich ein Seiender im Jetzt. Aufrechtstehend und lebend im Dienst für das Mysterium. Nein, heilig war ich nie. Mir war immer wichtiger, die Schatten der Menschen, die meinen Rat und Kraft suchten, zu verstehen. Ganz einfach, weil ich die Schatten ebenso kenne, wie das gleißende Licht der Barmherzigkeit der Himmel. Mein Werkzeug ist der Geist, der Klang und die Hingabe an den Traum, den wir alle träumen. Dass es gut werden darf. Jetzt, oder danach.
Einmal im Monat rufe ich Menschen dazu auf, in Gebetsmeditationen die guten Kräfte zu vereinen:
Aktuelle GebetsmeditationWeitere Informationen
Lars Köhne – helfender Mensch
www.shamancross.de