Erschienen im MITEINANDERSEIN 108 (März bis Mai 2025)

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10.03.2025 ⋅ Kunst

Frank Ole-Haake: Ikarus Prophet

Wo kommen wir her? Wie erklären wir uns das, was wir Leben nennen? Weshalb ist die Erde so, wie sie ist? Komplexe Fragen, die mich schon lange beschäftigen. Einige Antworten fand ich schon: Ikarus landet, der Minotaurus wird von seinem Vater aus dem Irrgarten befreit… Und nun diese beiden:

Der erste Adam war ein ganzheitliches, rein geistiges Wesen. Gott schuf ihn als Mann und Frau. Er sollte den Thron Lucifers einnehmen. Dieser hatte die Liebe Gottes in sich verbrannt und versank aus der geistigen Welt im absoluten Nichts. Da erbarmte sich Gott und schuf die Erde. Mutter Gaia fing Lucifer mit all seinen Engeln auf und seitdem wirkt das luciferische Prinzip in ihr. Er ist übrigens kein stinkender, bocksbeiniger Teufel, sondern der schönste und hellste Engelsfürst. Darauf fallen die meisten Menschen immer noch herein.

Frank Ole-Haake: Jesus GeburtAuch der erste Adam widersetzte sich dem Willen Gottes. Er entschied sich, den „Himmel“ zu verlassen. Er materialisierte auf der neu entstandenen Erde. Allerdings: Die weibliche Weisheit in „ihm“ wollte in der geistigen Welt wirken und so blieb Sophia im „Himmel“ zurück. Adam schwebte inzwischen schlafend zwischen „Himmel und Erde“ und Gott formte Adam und Eva aus ihm. Als beide dann vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, fielen sie aus dem Paradies. Niemand musste sie vertreiben, sie hatten sich selbst entschieden: Sie wollten ihr ICH entwickeln, weg von Vater und Mutter, hin zu sich selbst.

Der zweite Adam war der Mensch Jesus, in den der Gott Christus einzog. Als Jesus am Kreuz starb, gebar sich dieser Gott auf die Erde. Er wurde der Liebesimpuls für die Erde und die Menschheit. Doch wie kann sich ein Gott in einem Menschen verkörpern? 

Jacob Böhme und Rudolf Steiner beschreiben es auf ihre ganz eigene Weise. Steiner erkannte: In der Bibel werden die Geschichten von zwei Jesusknaben erzählt, Lukas und Matthäus sahen sehr unterschiedliche Geschehnisse und die Könige und die Hirten saßen niemals zusammen an der Krippe. Diese beiden Knaben verbanden sich in wunderbarer Art und Weise zu einem Leib, der die unendlich große Liebesfähigkeit der Sophia in sich trug, die Lehre des Buddha und die Weisheit des Zarathustra. Erst in dieser Verbindung konnte der Mensch Jesus in seiner einzigartigen Weise wirken, heilen und die Liebe in die Häuser und Herzen der Menschen tragen. 

In den Jahrhunderten vorher hatten sich die Götter immer mehr vom Menschen entfernt. Doch einer brachte sein Sonnenlicht, seine Liebesfähigkeit, auf die Erde zu den Menschen: Christus. Als Jesus am Jordan getauft wird, inkarniert der Gott Christus im Menschen Jesus und damit auch in allen anderen Menschen. UND NUN?

Gott hat uns Menschen den freien Willen gegeben und Gott und Christus werden nichts tun, um uns zu manipulieren, für sich zu werben…

Wir dürfen uns frei-willig für die Liebe entscheiden. 

Denn die Liebe ist größer als Gott, sie geht auch dorthin, wo Gott nicht hingeht, in die Hölle zum Beispiel..

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