Die heilige Zahl 108
von Maren Klingbeil
Erschienen im MITEINANDERSEIN 108 (März bis Mai 2025)

Die Bedeutung der 108 lässt sich mit einfachen Worten nicht erklären oder gar begreifen. Diese Zahlenzusammensetzung spiegelt das Gleichgewicht in allem, also das Prinzip der Harmonie sowie die Grundlage der Schöpfung wider. Die heilige Zahl 108 symbolisiert z. B. die 108 Namen der indischen Götter, die 108 Stufen zur Erleuchtung im Hinduismus, Buddhismus und Yoga und die 108 Energielinien (Nadis) im Körper, die zum Herzen führen. Im Ayurveda sind 108 Marmapunkte bekannt, an denen sich besonders viel Lebensenergie bündelt. Tibetische Buddhisten drehen ihre Gebetsmühlen 108 mal. Es gibt viele buddhistisches Tempel mit 108 Stufen, in denen „108 Niederwerfungen” vor Buddha praktiziert werden.
Die heilige Zahl 108 im Yoga
Ein Mantra (mehrere Silben in Sanskrit) 108 mal gechantet (Sprechgesang) oder gesungen, verbindet sich zusammen mit der Energie und dem Kontext des Mantras, mit dem menschlichen Wesen. Dieses Zusammenspiel kann dem Praktizierenden helfen, die Intensität der Erfahrung zu steigern. Ein 108 mal gesprochenes Bija-Mantra (einzelner Laut im Sanskrit), das ebenso spirituelle Energie in sich trägt, kann in Meditation oder Gebeten zur Aktivierung bestimmter Kräfte, zum Lösen von Blockaden und zum Öffnen, Aktivieren und Stärken unserer Chakren verwendet werden.
Es gibt weitere Beispiele für die Besonderheit der Zahl Gottes; so ist eine Mala-Kette mit 108 Perlen gebunden. Perle für Perle wird in der Meditation, bei der Wiederholung eines Mantras einzeln mit den Fingern abgetastet und hilft, sich tief auf die Praktik einzulassen und sich dem Geistigen zu öffnen, ohne mitzählen zu müssen. Was macht diese Zahl so einzigartig und besonders für ein spirituelles Wesen, das Yoga praktiziert? 108 Runden des Sonnengrußes „Surya namaskara“ zu vollenden, bedeutet, sich seinem inneren Gott bewusst zu werden, also sein Selbst zu verwirklichen, und ebnet den Weg für Erleuchtung.
Aufschlüsselung der Zahl 108
Die Eins bedeutet der Anfang – alles beginnt mit einer Eins. Aus der Einheit nahm alles seinen Anfang. Die Null – der Kreis – der offensichtlich macht, dass alles stetig im Fluss und formlos ist und damit die Acht – die Unendlichkeit – einleitet.
Die mathematische Schönheit der Zahl 108
Doch nicht nur in religiösen Zusammenhängen, auch in der Mathematik entfaltet die Zahl 108 ihre Mysterien:
- 1×1 = 1, 2×2 = 4, 3×3×3 = 27 → 1×4×27 = 108
- 1 × 2×2 × 3×3×3 = 108 (sogenannte „Hyperfakultät”)
- 1+0+8 = 9
- 108/2 = 54; 5+4 = 9
- 108/2 = 54; 54/2 = 27; 2+7 = 9
- 108×2 = 216; 2+1+6 = 9
- 108×3 = 324; 3+2+4 = 9
- 108×4 = 432; 4+3+2 = 9
Die Zahl 108 bildet eine faszinierende Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Ihre symbolische Kraft ermöglicht es, unsere Welt und Existenz sowohl aus mathematisch-wissenschaftlicher, als auch aus spiritueller Perspektive zu erfassen. In diesem Sinne vereint diese geheimnisvolle Zahl die physische und die metaphysische Ebene und veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise die universelle Verbundenheit aller Dinge.
Weitere Impulse in meinem neuen Buch „Das ist kein Muss“.
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Maren Klingbeil Jayānī · jayanilebtyoga · Ganzheitliche Yogalehrerin / Heilmeditations-Coach · Yoga n. Swami Sivananda/ Chakrenreise, Atemtechniken, Meditation, Tiefenentspannung, Aurenreinigung, Verbindung in höhere Dimensionen, Dimensionsreisen, Astralreisen, Numerologie · 39104 Magdeburg · Tel. 0176 72849299 · Instagram · Telegram